Grußworte

Foto: Stefan Worring / KStA

Grußwort der Schirmherrin Hedwig Neven DuMont

 

Liebe Kinder, liebe Eltern,

wir erleben eine Zeit der Einsamkeit. Ich vermisse es, euch bei meiner Arbeit für die Kinder dieser Stadt zu treffen. Ihr vermisst es, eure Freunde, Lehrerinnen und Sporttrainer zu sehen. Über ein Jahr schon halten wir uns an die Abstandsregeln, um die Verbreitung des Corona-Virus zu verhindern.

Leider wird es noch eine Zeit lang so bleiben. Auch unseren Weltkindertag 2021 können wir nicht gemeinsam in der Kölner Altstadt feiern. Das betrübt mich, weil wir mit diesem Fest auf die Rechte der Kinder aufmerksam machen. Und das letzte Jahr hat uns sehr deutlich gezeigt, wie viel Arbeit noch vor uns liegt, um ein kinderfreundliches Land zu werden. Immer noch wird fast alles über die Köpfe der Kinder und Jugendlichen hinweg entschieden. Schulen auf, Schulen zu – so geht es seit Monaten. Darunter leiden besonders Kinder, die keinen haben, der ihnen beim Lernen hilft. Kinder hungern, erleben zu Hause Gewalt und haben keine Orte, an die sie flüchten können. Ich wünsche mir von Herzen, dass keins unserer Kinder im Verborgenen leiden muss!

Aber es gibt Hoffnung, dass dank der Impfungen Schritt für Schritt wieder ein normales Leben möglich ist – und die Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention nach über 30 Jahren endlich in unser Grundgesetz geschrieben werden. Viele Politiker und Parteien setzen sich mittlerweile dafür ein. Kinderrechte im Grundgesetz sind bitter nötig, denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen unseren besonderen Schutz. Sie sind wichtig und wir müssen ihnen zuhören – und zwar jetzt!

Herzlichst,

Ihre Hedwig Neven DuMont

Grußwort des Hauptsponsors

Gottfried Rüßmann, Vorstandsvorsitzender der DEVK Versicherungen

 

Liebe Freunde des Kölner Weltkindertags,

seit über einem Jahr spüren wir inzwischen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Unsere Kinder sind von der Situation besonders betroffen. Sie dürfen größtenteils nicht in die Schule, können keine Freunde oder Familie treffen. Die Rechte unserer Kinder dürfen aber nicht in Vergessenheit geraten – besonders nicht in Krisenzeiten. Beim Weltkindertagsfest in Köln machen wir uns deshalb auch in diesem Jahr wieder für sie stark und werden nicht müde, auf Kinderrechte aufmerksam zu machen. Die DEVK sponsert die Veranstaltung nun schon zum 27. Mal – darauf bin ich sehr stolz.

Das diesjährige Motto „Kinderrechte jetzt!“ sagt es ganz deutlich: Es wird höchste Zeit, Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen. Die ersten Schritte sind bereits getan. Noch dieses Jahr könnten die Rechte von Kindern verfassungsmäßig verankert werden – etwa das Recht auf die Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit.  Schon lange kämpfen engagierte Menschen dafür – u.a. die Initiatoren des Weltkindertags.

Ich erinnere mich an die Weltkindertags-Woche im letzten Jahr: Dort sind Kinder selbst auf die Straße gegangen und haben Menschen gefragt, was für sie Kinderrechte bedeuten. Auch bei mir waren sie. Als Kind war mir Selbstbestimmung sehr wichtig und dass ich meine eigenen Entscheidungen treffen konnte. Das wünsche ich mir für alle Kinder: Dass sie selbst entscheiden können, welchen Weg sie einschlagen – egal, woher sie kommen, welches Geschlecht sie haben oder was ihre Eltern beruflich machen.

Leider hat die Pandemie einmal mehr gezeigt, dass die Chancen im deutschen Bildungssystem nicht gleich verteilt sind. Kinder und Jugendliche aus sozial schwächeren Familien haben beim virtuellen Unterricht oft das Nachsehen, weil zu Hause die technische Ausstattung fehlt. Um die Digitalisierung für Kinder und Jugendliche voranzubringen, hat die DEVK im letzten Jahr unbürokratisch zwei Millionen Euro an bundesweit 200 Schulen gespendet. Auch drei Kölner Schulen haben je 10.000 Euro gewonnen.

Uns liegt es sehr am Herzen, den Jüngsten unserer Gesellschaft unter die Arme zu greifen. Sei es durch unser langjähriges Engagement beim Kinderschutzbund, den KinderWillkommensbesuchen– kurz „KiWi“ – oder indem wir unseren Mitarbeitenden in der Coronakrise ermöglichen, sich flexibel Zeit für ihre Kinder zu nehmen. Eltern, die bei der DEVK arbeiten, haben 2020 z. B. Sonderurlaubstage erhalten und können großzügig von zu Hause arbeiten. Auch zukünftig bieten wir ihnen Homeoffice an, damit sie Privat- und Berufsleben besser vereinen können. Wir hoffen, dass viele Kinder davon profitieren.

Allen Kölner Pänz und ihren Familien wünschen wir viel Spaß beim diesjährigen Weltkindertag. Wer sich darauf einstimmen möchte, sollte einen Blick auf die Videos der DEVK-Kinderreporter aus dem letzten Jahr werfen: hier auf dieser Seite.

Passen Sie auf sich und Ihre Kinder auf und bleiben Sie gesund!

Viele Grüße

Gottfried Rüßmann

Veranstalter

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hilft Kindern in den Entwicklungsländern und Krisengebieten. UNICEF sorgt dafür, dass Kinder in die Schule gehen können, medizinisch betreut werden, sauberes Trinkwasser sowie eine ausreichende Ernährung erhalten. UNICEF setzt sich weltweit ein, um Kinder vor Ausbeutung und Missbrauch zu schützen.

www.unicef.de

Im Amt für Kinder, Jugend und Familien – Abteilung Amt für Kinderinteressen findet sich das geballte Know-how, das nötig ist, um für die Interessen der Kölner Kinder wirksam einzutreten. Mitbestimmungsprojekte, Spielplatzpatenschaften und das Weltkindertagfest sind dafür nur einige Beispiele.

www.stadt-koeln.de

Mit der Kampagne „Kinder stark machen“ wendet sich die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an alle Erwachsenen, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen. Ziel ist es, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl von Heranwachsenden zu stärken und ihre Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit zu fördern, so dass sie auch in schwierigen Lebenssituationen „Nein“ sagen können zu Tabak, Alkohol und anderen Suchtmitteln.

www.bzga.de

www.kinderstarkmachen.de

Geschichte des Weltkindertages

Ein weltweiter Tag des Kindes wurde zum ersten Mal 1952 von der International Union for Child Welfare (Internationale UNION für das Wohl des Kindes / IUWC) vorgeschlagen, einer regierungsunabhängigen Organisation mit Beraterstatus bei UNICEF. Ein Jahr später wurde unter der Schirmherrschaft der IUWC der Weltkindertag schon in 40 Ländern begangen.

1954 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, mit der der Weltkindertag offiziell eingerichtet wurde und übertrug UNICEF die Verantwortung für die Ausrichtung dieses „Tages der weltweiten Brüderlichkeit und des Verständnisses der Kinder untereinander“.

Von Anfang an war mit diesem Tag eine doppelte Absicht verbunden: auf der einen Seite sollte dieser Tag ein Tag des Spiels und der Erholung werden, an dem Kinder durch Feiern und vielerlei Aktivitäten geehrt werden. Auf der anderen Seite sollte der Tag zur Aufklärung und vielfältigen Information über die Probleme der Kinder dieser Welt genutzt werden. In der Bundesrepublik Deutschland wird der Weltkindertag jeweils am 20. September begangen.

Quelle: Unicef Deutschland